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PayPal akzeptiert Kryptowährungen wie Bitcoin

PayPal erlaubt Bitcoin

Der Ritterschlag für Bitcoin und Co. Der Zahlungsdienst PayPal öffnet sein riesiges Netzwerk für Kryptowährungen. Auch Einkaufen soll damit bald möglich werden.

Der Zahlungsdienst PayPal öffnet sich für den Kryptowährungsmarkt. Ab diesem Mittwoch dürfen Kunden die Online-Wallets von PayPal nutzen, um Bitcoin und andere virtuelle Assets zu handeln. Die Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin werden unterstützt. Ab Anfang 2021 soll man virtuelle Devisen verwenden können, um bei den 26 Mio. Händlern im Paypal-Netzwerk einzukaufen.

PayPal launch Hold & Sell Bitcoin

PayPal CEO Dan Schulman erklärte, man wolle so die weltweite Nutzung von Kryptowährungen fördern und das Netzwerk für neue Digitalwährungen vorbereiten, die von Zentralbanken und Unternehmen entwickelt werden.

«Wir arbeiten mit Zentralbanken zusammen und denken darüber nach, was für digitale Währungen kommen könnten und wie PayPal eine Rolle spielen kann.»

CEO Dan Schulman

Es ist geplant, in der ersten Hälfte des Jahres 2021 die Funktion für die Mobile-Payment-App Venmo freizuschalten und in mehreren Ländern anzubieten.

Andere etablierte Fintech-Unternehmen wie der Mobile-Payment-Anbieter Square und die Aktienhandels-App Robinhood ermöglichen Benutzern bereits seit einiger Zeit den Kauf und Verkauf von Bitcoin & Co. Die Einführung bei PayPal ist aufgrund der enormen Reichweite von Zahlungsdienstleister bemerkenswert. Das Unternehmen mit Sitz in San Jose (Kalifornien), verfügt aktuell über 346 Millionen aktive PayPal Konten weltweit und hat im zweiten Quartal 2020 Zahlungen in Höhe von 222.000.000.000 USD (222 Milliarden) verarbeitet.

Kryptobranche ist begeistert

Bei allen Bitcoin Enthusiasten schlägt die Meldung am Mittwoch wie eine Bombe ein. Selbst Krypto-Insider Mike Novogratz kann seine Begeisterung darüber kaum verbergen.

„Diese PayPal-News ist die wichtigste Nachricht des Jahres für den Kryptomarkt“, schreibt er auf Twitter. Banken müssten nun ebenfalls Krypto-Angebote entwickeln. „Wir haben den Rubikon überschritten, Leute. Aufregender Tag.“

Mike Novogratz

Da Kryptowährungen in der Regel volatil sind, bedeutet dies für Händler und Käufer jedoch zusätzliche Risiken. Zahlungen auf PayPal mit virtuellen Währungen werden daher in Fiat-Währungen wie dem Dollar umgewandelt und abgewickelt. Dies bedeutet für die Händler, dass diese keine Zahlungen direkt in Bitcoin erhalten.

Mehrere Zentralbanken auf der ganzen Welt haben ihre Absicht erklärt, in den kommenden Jahren digitale Versionen ihrer Währungen zu entwickeln. Facebook initiierte 2019 das Kryptowährungsprojekt Libra. PayPal war Gründungsmitglied, schied jedoch nach einigen Monaten aus. PayPal hat die erste Kryptowährungslizenz der Finanzaufsicht des Staats New York erhalten und arbeitet dabei mit der Paxos Trust Company zusammen, um den Service anzubieten.

Paxos sorgt laut Cryptocurrency on PayPal FAQ für die Handelsmöglichkeit, welche die Nutzer über ihren Paypal-Account verwenden können mit Abschlag auf die Kauf- und Verkaufskurse. Auf die privaten Schlüssel für ihre Guthaben sollen die Nutzer keinen Zugriff haben. Auch sollen die Nutzer weder bestehende Kryptogeldguthaben in die PayPal-Wallet einzahlen, noch via Paypal gekauftes Kryptogeld auf andere Wallets abheben oder überweisen können. Weiter kann man seine erworbenen Bitcoins nicht an andere Paypalnutzer senden. Alles in allem also eine sehr beschränkte Kryptogeld Anwendung, die zwar den PayPal Nutzern die Auseinandersetzung mit der Technik hinter Bitcoin erspart, aber auch nur sehr wenig mit dem Freiheitsideal zu tun hat, die eine der Grundidee im Code von Bitcoin ist.