Digitales Zeitalter
Was ist der Bitcoin und steckt hinter Kryptowährungen ? 1992 veröffentlichte der Autor und Cypherpunk Timothy May „The Crypto Anarchist Manifesto“ (zu deutsch: „Das Manifest für Krypto-Anarchisten“), welches von vielen als geistige Grundlage für die heute existierenden dezentralen Kryptowährungen betrachtet wird. Kryptowährungen sind rein digitale (Quasi-) Währungen mit einem in der Regel dezentralen, aber stets verteilten und kryptografisch abgesicherten Zahlungssystem. Kryptos existieren nicht als Münzen oder Scheine wie Bargeld, sondern ausschließlich als Buchgeld (Giralgeld), welches mithilfe eines elektronischen Kassenbuchs bewegt werden kann, das laufend mit den Transaktionen beschrieben wird (hier Link zum Bitcoin Block Explorer)
Das Problem
Vor dem Bitcoin gab es unzählige Versuche und Theorien für eine digitale Währung, jedoch gab es 2 ungelöste Probleme. Erstens musste man der Währung vertrauen können und niemand sollte die digitale Währung für sich beanspruchen können. Zweitens war da das Problem des „Double Spendings“, zu deutsch der doppelten Ausgabe. Beide Probleme konnten bis zum 31. Oktober 2008 nicht gelöst werden.
Die Lösung
Am 1. November 2008 wird mit dem Whitepaper von Satoshi Nakamoto „Bitcoin: Ein Peer-to-Peer-System für elektronisches Bargeld„ ein revolutionärer Text für die Menschheit veröffentlicht.

Auf nur 8 Seiten beschreibt Satoshi Nakamoto in seinem Whitepaper die technische Grundlage für Bitcoin, Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie. Das Whitepaper von Nakamoto gilt zurecht als Gründungsdokument der virtuellen Währungen. Es verbindet mehrere kryptographische Konzepte – Hashes, Signaturen, Merkle Trees und mehr – um erstmals in der Geschichte ein funktionierendes dezentrales Transaktionssystem für digitales Bargeld zu schaffen.
Sein manipulationssicheres, dezentrales Peer-to-Peer-Protokoll, verfolgt und verifiziert digitale Transaktionen, verhindert Doppelausgaben und erstellt eine transparente Aufzeichnung. Anders als vorhergegangenen Versuche, digitales Bargeld zu erzeugen, kommt Satoshi Nakamoto´s kryptographische Erfindung vollständig ohne Vertrauen aus. Damit hat Satoshi eine brillante und überraschende Lösung für ein Problem gefunden, das andere Programmierer vor ihm nicht lösen konnten. Sein Protokoll ist ein kryptographisch gesichertes System auf Basis eines Proof-of-Work-Algorithmus. In diesem werden Bitcoins (BTC) gegen eine Belohnung von einzelnen Knoten „gemint“ und dann von anderen Knoten in einem dezentralen Netzwerk überprüft.
Die Blockchain
Alle Transaktionen, die in einem bestimmten Zeitraum stattfinden, werden zu einem Block zusammengefasst. Diese Blöcke werden dann in das „Kassenbuch“ eingetragen. Dabei ist jeder Block immer direkt auf seinen Vorgänger bezogen, sodass diese Blöcke miteinander verkettet sind. Aus diesem Grund nennen wir das elektronische Kassenbuch Blockkette, also auf engl. Blockchain. Die Blockchain sorgt dafür, dass eine virtuelle Münze (der Coin) nicht mehrfach ausgegeben werden kann. In der Blockchain wird unumstösslich festgeschrieben, wer der einzige Besitzer jedes einzelnen Coins ist.
Satoshi Nakamoto
Satoshi leitete die Entwicklung von Bitcoin bis Ende 2010. Dann hörte er einfach auf, in Online Foren zu posten. Er verschwand. Da niemand Satoshi Nakamoto getroffen hat und er auch stets Anonymisierungsverfahren nutzte, um online zu gehen, ist bis heute nicht bekannt, wer Satoshi Nakamoto in Wahrheit ist. Die Identität des Erfinders von Bitcoin dürfte das größte Rätsel unserer gegenwärtigen Zeit sein.
